Eingeträge mit dem Tag Queensday’

Bouncing Souls Queensday Videos

 - Mai 7th

Hier noch zwei Videos vom Auftritt der Bouncing Souls:

Geschrieben am: 7. Mai 2010
Kategorien: Musik, Video
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Queensday Festival 2010

 - Mai 3rd

Das Queensday Festival ist eine sehr sympathische Veranstaltung die jedes Jahr im niederländischen Venlo stattfindet, nur ein paar Kilometer hinter der deutschen Grenze. Dieses Jahr feiert man das zehnjährige Bestehen und nahm dies zum Anlaß mit den Bouncing Souls einen richtig fetten Headliner einzuladen. Neben der erfreulich grenznahen Lage punktet vor allem die Location und das Flair. Ein paar hundert Leute, bunt gemischt durch alle Szenen der Rock/Punk/Hardcore Szene, verteilen sich vor drei Bühnen (davon eine open Air) und es gibt jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm. Der Eintritt betrug lächerliche 6€! Ein echter Geheimtip!
Zuerst habe ich einen kleinen Umweg durchs Ruhrgebiet gemacht um noch Berni einzusammeln. Angesichts der Tatsache daß es der Freitag Nachmittag vor einem Feiertag war, war das eine blöde Idee, der ganze Pott ist ein einziger Stau. Ich fahre extra eine ganz andere Strecke nur um nicht in den schlimmsten Verkehr zu kommen. Kaum auf dem Parkplatz angekommen treffe ich auch schon die ersten Bekannten. Das ging auch die ganze Zeit so weiter. Nach der Ankunft war erst mal großes Händeschütteln angesagt.
Die erste Band die ich mitbekam waren The Real Danger, melodischer Pop-Punk der nicht nur musikalisch an die Desendents erinnert, der Sänger hat auch optisch was von Milo. Dann werden auch noch Screeching Weasel gecovert und im Publikum ist gut Stimmung. Ein sehr guter Auftakt des Abends. Anschließend wird man im Außenbereich von The Dead Elvis beschallt. Dabei handelt es sich um einen Typen im Elvis-Kostüm mit Zombiemaske der als one-man-band Rockabilly und Blues spielt. Ziemlich großer Trash-Faktor, kann aber nicht wirklich begeistern. Erst Recht nicht unter freiem Himmel bei Sonnenscheid. Auf der großen Bühne geht es unterdessen mit Banner Pilot weiter. Die vier Jungs aus Minneapolis haben letztens ihr zweites Album bei Fat Wreck veröffentlicht und sind nun das erste Mal in Europa auf Tour. Ein bißchen Dillinger4 und Lawrence Arms mit rauhem Gesang und melancholischen Texten. Das weiß zu Gefallen. Der Italiener in der ersten Reihe (dessen Name mir entfallen ist, aber ich habe ihn auf der Tour getroffen) singt von Anfang an jedes Wort mit! Respekt! Wieder auf der Außenbühne machen sich die Accelerators aus Rotterdam daran den letzten Auftritt ihrer zweimonatigen (!) Tour zu spielen. Heute sind alle Leute die an der Tour beteiligt waren vor Ort (1 Bassist, 1 Drummer, 3 Guitaristen, 4 Fahrer) und wären die technischen Probleme mit dem Mikro nicht gewesen dann hätte das mit dem abfeiern noch besser geklappt. Am Ende der Nacht machen wir noch ein Foto mit allen 10 von uns. Vor dem Bouncing Souls Nightliner….
Dummerweise war ich so schlau und habe fast kein Geld mitgenommen. Von den drei Drinktickets verliere ich schlauerweise auch noch eins. Zum Glück gibts die Möglichkeit die leeren Becher zurückzubringen und für 20 bekommt man ein neues Getränk. Ich mache das zweimal und lasse mir von Paul auch noch einen Drink spendieren. Vielen Dank!
Nur aus der Entfernung höre ich etwas von Shaking Godspeed. Ein Trio mit Drums, Guitarre und Orgel. Teilweise erinnert mich das an die White Stripes, aber dann wirds doch ab und an zu hippiemäßig…
Relativ früh betreten gegen 21:30 die Bouncing Souls die Bühne und die Halle ist nun prall gefüllt. Durch Zufall und Glück ergattere ich einen Platz an der Seite auf einem Regal so daß ich alles gut überblicken kann. Der erste Song ist der Opener des aktuellen Albums und gleich ist die halbe Halle am tanzen, die Hände sind in der Luft und die ersten Stagediver fliegen über die Köpfe. So bleibt es bis zum Ende. Immer mal wieder läßt sich Greg vom Publikum durch “Hey” Rufe unterstützen. Überhaupt wird viel mitgesungen. Es dauert nicht lange und es wird brüllent heiß in dem Raum. Aber ein Riesenspaß.
Das Ende für mich war dann das Set von Kepi Ghoulie & Friends auf der kleinen Bühne im Obergeschoß. Ihn unterstützen Greg von den Bouncing Souls an der Guitarre und Shanti (Gregs Frau) am Bass. Beide spielen aber zwischendurch auch mal Ukulele. Kepi ist der geborene Entertainer und seine kleinen Rock’n'Roll Songs über Monster und Zombies sind auch unplugged ein Riesenspaß. Er läßt das Publikum mitsingen, Ivo von den Apers immitiert mit zwei Eggshakern das Schlagzeug und die Stimmung ist super. Auch Shanti singt zwei eigene Nummern. Ein mehr als würdiger Abschluß des Festivals. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr! Nachteilig an der grenznahen Lage ist dann natürlich daß einen die deutsche Polizei rauswinkt und das Auto auf Drogen untersucht. Wir haben aber nix dabei. Waren ja auch ganz freundlich. Bei unseren Angaben “Ja wir waren in Venlo auf so nem Festival” – da hätte ich uns auch kontrolliert.

Hier ist ein super Video von Kepis Auftritt:

Und die Fotos. Mehr gibts in der Galerie: