Es ist wirklich Zeit die Seite hier mal zu updaten. Ich habe noch gar nicht den Bericht von der Show letzte Woche geschrieben. Auch wenn das jetzt nicht chronologisch in der richtigen Reihenfolge ist, so fange ich doch erst mal mit dem Konzert gestern an.
Cobretti / Tackleberry @ Limes, Köln 19/2/2010
Nanu? Erst geht ich jahrelang gar nicht ins Limes und nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr? Was ist denn da los? Naja – Konzerte halt die mich interessieren. Außerdem ist der Laden gut erreichbar wenn man mit dem Auto unterwegs ist und aus dem elterlichen Haushalt anreist. Und sich zwei Hardcore Band anzuschauen ist allemal besser als an einem Freitag Abend zu Hause herumzusitzen. Beide Kappellen habe ich auch letztes Jahr auf den Heartcoretagen (Fotos) gesehen und hatte sie noch in ganz guter Erinnerung.

Eigentlich erwartete ich daß es relativ früh losgeht, zumindest deutete ich den Flyer der “20 Uhr” mit einem fetten Ausrufezeichen drauf hatte deart. Das erwies sich dann doch als Fehleinschätzung, die Bands begannen erst gegen 21.15 Uhr. Die Zwischenzeit wurde mit Konversation überbrückt. War es anfangs noch gut gefüllt so wurde das Limes später wirklich voll. So hatte die Wartezeit ja doch ihr gutes.
Tackleberry spielten als erste. Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie kickt mich die Band nicht so wirklich. Die Mucke ist eigentlich ganz geil und so aber mitreißen können mich die vier Kieler nicht. Das ging mir auch schon so als ich mal in ihre letzte Platte reingehört habe. Die Stimmung ist auch beim Rest des Publikums eher verhalten. Es wird geklatscht nach den Songs aber dann stellt sich so eine komische Stille ein. Und so bleibt der Höhepunkt des Auftritts der Moment wo der Sänger das Mikro durch die Luft wirbelt, mich und meinen Nebenmann trifft, das Mikro fliegt von der Schnur irgendwo in Ecke. Ich hebe es auf, baue es wieder zusammen und reiche es wieder auf die Bühne. Das war immerhin dilletantisch-lustig.
Bei Cobretti stimmte dann aber alles. Die Jungs machen Spaß. Da macht es auch nichts wenn beim Bass der Gurt nicht mehr hält, oder man von den herumspringenden Leuten in die PA und Mikros geschubst wird. Die Bühne hat an sich nur ein paar Zentimeter Höhe, aber trotzdem klebten Stagediver an der Decke. Die 20% die mir bei Tackleberry gefehlt haben bringen Cobretti mir und legen nochmal 20% drauf! Da es so voll ist wird der Raum auch warm, groß ist der Teil in dem die Bands spielen ohnehin nicht. So wird jedenfalls ne Schweiß treibende Show draus. Am Ende gibts auch noch ne Zugabe. Genau wie es sein soll.








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Geschrieben am: 20. Februar 2010
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Street Rovers Union / Mastodontti / Team Kleffbotze
@ Limes, Köln – 29. Januar 2010
Aus diversen Gründen und unter verschiedenen Vorwänden schaute ich mir nach der gestrigen Show im Bla das gleiche auch nochmal im Limes in Köln an. Ein netter Punkrockladen in den ich es aber seit dessen Eröffnung noch nicht geschafft hatte. Dabei kenn ich den Lars doch! Ein peinlicher Missstand der zu beheben war. Zusätzlich zu den zwei finnischen Bands spielten auch noch Team Kleffbotze aus Bonn – die wollte ich mir auch mal ansehen. Das Limes liegt in Mülheim ist daher für Kölner Verhältnisse recht abgelegen. Da ich aber aus dem Bergischen Land kam, lag es auf dem Weg. Bei meiner Ankunft war die Stimmung auch gut – hatte der FC St. Pauli doch grade sein Spiel gewonnen, was den bekennenden Fans natürlich gefiel.
Eine Bühne hat das Limes nicht, im hinteren Bereich wird ein Raum freigeräumt der auch nur von einem halb-dunklen Kronleuchter in ein gedämpftes Licht gesetzt wird. Team Kleffbotze machen den Auftakt. Blöder Bandname, der auch nachdem ich ihn mir habe erklären lassen nicht besser wird. Man merkt leider daß es der erste Auftritt des Quartettes ist, weil die Performance ist alles andere als flüssig. Daß man den Gesang nicht versteht kann man der Band allerdings nicht anlasten, das geht auf die Kappe der PA. Geboten wird trotzdem irgendwie melodischer Punkrock, wobei ich mir über die Anleihen und Einflüsse nicht so 100% klar bin. Wenns nach dem Tshirts geht dann Dean Dirg, Hot Water Music und Ultimate Fighting. Äh – ja. Gemäß dem Bandmotto “Das ist Bonn nicht Gainsville” gibts es dafür aber Bärte und Flannelhemd. Jetzt nur noch dem Bassisten nen Haarschnitt verpassen und den Fünfsaiter austauschen und dann wird das schon noch was!
Ich bin mir nicht sicher was Roland den Jungs von Mastodontti ins Frühstück, Mittag- oder Abendessen getan hat, aber die Band spielt heute mindestens dreimal besser als am Tag zuvor. Von Anfang an geht es einfach nur voll nach vorne los und wo ich gestern “rotzigen Punkrock” gehört habe so wird mir heute astreiner Hardcore um die Ohren gehauen. Der Leadgitarrist wird zur absoluten Bühnensau (auch ohne Bühne) und springt und läuft ins Publikum und macht eine richtig gute Show. Macht richtig Spaß! Street Rovers Union klingen immernoch wie Youth Brigade haben aber ebenfalls einen Gang im Vergleich zum Vortag hochgeschaltet. Das Publikum fängt das Tanzen an, mehr muss man nicht sagen.
Dennoch verlasse ich das Limes vor dem Ende der Show, will ich doch noch ein weiteres Konzert im Sonic Ballroom besuchen. Das klappt aber alles irgendwie nicht. Zuerst verfahre ich mich in Köln, und als ich dann doch dort ankomme ist der Laden soo voll daß keiner mehr reingelassen wird. Sprich: mehr als ausverkauft. Find ich aber gar nicht soo schlimm, komme ich so immerhin früher ins Bett. Auf dem Rückweg nach Bonn fängt der versprochene Schneefall an. Ich beende die beiden Tage so wie ich sie begonnen habe: Mit einer Pommes in der Frittebud.



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