5.30Uhr – die Sonne geht auf an der slovakisch-ungarischen Grenze. Worin besteht der Nutzen in der Abschaffung von Passkontrollen wenn man ja doch wieder an jeder Grenze stopt um eine andere Autobahnvignette zu kaufen? Waehrend Ox in den immer geoeffneten Kiosk geht um zu bezahlen haelt ein Wagen, der Fahrer steigt aus geht um das Gebaeude und pinkelt an die Wand… Dabei kann ich die Toiletten drinnen aus dem Auto sehen.
Der naechte Auftritt ist quasi im Nachbarort, nur eine halbe Stunde die Strasse entlang. Fuer einen kleinen Ort gibt es dort viele alte Gebaeude, ein Kloser, ein paar Statuen, alles aus besseren Zeiten. Die Show findet in der Bar in einem Hotel statt. Zuerst lege ich mich jedoch schlafen um fuer die Nachfahrt geruestet zu sein. Wir muessen anschliessend nach Serbien und haben beschlossen nach dem Konzert los zu fahren. Die zweite Band macht so einen Krach dass ich es entgueltig aufgebe mit dem Schlafen und heruntergehe.
Was mich unten erwartet ist zu gleichen Teilen deprimierend, verrueckt und unglaublich. Anscheinend war Zahltag in Fulnek und so waren einige Leute dort deren Hauptaugenmerk auf sich betrinken und dann irgendwie Spass haben lag. Obwohl die Bar nicht wirklich gut gefuellt ist sind quasi zu jedem Zeitpunkt ein halbes Dutzend grosser, betrunkener Tschechen dabei vor der Buehne auf und ab zu springen. Einer landet auch mal auf der Buehne, da ist Blut, die Saengerin von der zweiten Band laueft herum und versucht Leute zu beissen, es kommt fast zu einer Pruegelei. Es ist bizarr und macht Angst, aber man kann nicht aufhoeren hinzusehen! Zwischen Fraser Murderburger und dem Barkeeper gibt es ein Missverstaendnis und Fraser fuerchet um sein Leben als der Barkeeper auf ihn zukommt und als erstes die Aermel hochkremmpelkt. Die Dangerfields kommen am besten beim Publikum an, aber ich glaube sie haetten zu allen getanzt. Es faellt nicht schwer sich damit zu beeilen zu verschwinden.
Um 2.09h fahren wir los. Bruenn, Bratislava, Budapest, Belgrade. BBBB. Die Fahrt geht ohne Probleme vorwaerts. Ox macht einen guten Job mich wach zu halten. Das ist der grosse Vorteil von Nachtfahrten, es gibt keinen Verkehr, keine Hindernisse, keine Ablenkung. Nach fuenf Stunden setzt sich Marlon ans Steuer. Ich hole mir ein paar Stunden Schlaf.
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