In zwei Wochen im Bla:

Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten!
Kategorien: Musik
Tags: Another Day, Bla, Blatant in Transit, Bonn, Konzert, Rock'n'Royal
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In zwei Wochen im Bla:

Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten!
Street Rovers Union / Mastodotti @ Bla Bonn, 28/01/2010
Auf dem Weg von der Frittebud ins Bla sah ich schon daß Björn am Fenster sitzt. Und Abende mit Björn enttäuschen nie! Also schnell zu ihm und seiner kanadischen Begleitung gesetzt! Die beiden berichteten mir vom Soundcheck und das verstärkte nur meine Unsicherheit wie denn das Konzert so sein würde – kannte doch keiner von uns die Bands. Ro hat die wohl mal in Finnland live gesehen und sie haben ihm so gut gefallen daß er irgendwie zwei Konzerte in Deutschland organisiert hat. Respekt!
Mastodontti machten den Anfang. Was soll man groß berichten? Punkrock, teilweise rotzig, auf Finnisch gesungen, insgesamt ganz ok. Die Songs teilweise etwas zu lang für diese Art der Musik. Aber die vier Jungs sind alle noch jung – geschätzte 20 Jahre – das kann schon noch was werden.
Es folgten Street Rovers Union. Bevor es losgeht fragt der Drummer sowas wie “Is everybody having a good time?” Björn Begleiterin meint “Die reden jetzt schon zu viel!” – große Erheiterung. Ich füge hinzu “Und zu langsam!” Aber die Band weiß dann doch zu gefallen. Ich brauche 1.5 Songs um herauszufinden an wen sie mich denn erinnern. Und die Antwort ist 100% eindeutig: Youth Brigade! Der Gesang ist ähnlich, nicht nur die Stimme sondern auch die Gesangsmelodie, ebenso der ganze Grund-Rhythmus der Musik. Die Band klingt total nach Youth Brigade, außer eben daß Youth Brigade ein Trio sind ohne zweite Gitarre und ohne Keyboard, und der Gesang ist immer klar und verständlich und die Texte sind politisch, während man hier nicht so extrem viel verstanden hat. Das kann aber auch an der PA gelegen haben. Englisch hat er schon gesungen. Am meisten Spaß haben wir allerdings am Keyboarder – warum? Weil der auch den meisten Spaß zu haben scheint! Es gibt Coverversionen von Turbonegro (Sailor Man) and The Damned (New Rose) und ansonsten eben uptempo Punkrock ala Youth Brigade! Ich mag Youth Brigade ja, also mag ich das auch. Hab ich schon Youth Brigade erwähnt? Man sollte auf jeden Fall den Vergleich mit Youth Brigade nicht unerwähnt lassen!









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Ich wußte alles wird gut als um 18.00 Uhr tatsächlich sowohl die erste Band (mit der Backline!) und der Mischer vor Ort waren. Damit war an sich schonmal alles geregelt. Das klingt jetzt banal, aber leider sind Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit nicht unbedingt eine Bastion im Punkrock und als Veranstalter kann einen das ganz schön Nerven kosten. Die Jungs faßten auch sofort tatkräftig mit an, also war auch das Freiräumen der Bühne schnell geschafft. Man baute auf, begrüßte die zweite Band, bestellte Essen und auch die ersten Gäste erschienen frühzeitig. Warum es trotzdem ewig gedauert hat bis der Soundcheck hinter uns lag weiß ich nicht. War aber auch egal – Zeitplan: unkritisch!
Den Schritt von “alles gut” zu “sehr gut” erlebte ich dann an der Kasse. Es kamen einfach immer mehr Leute und die brachten alle auch noch jemanden mit! So groß ist das Bla bekanntermaßen nicht also haben wir schnell noch einen Tisch weggeräumt um mehr Platz zu schaffen. Den brauchten wir auch. Irgendwann war es dann soweit und ich habe gesagt: OK genug. Ausverkauft! Natürlich tauchten dann noch Leute auf die man unmöglich abweisen konnte, dann noch Leute die auch noch auf die Gästeliste gehörten und trotzdem haben Dirk und ich noch ein paar Leute wegschicken müssen. Wie viele es am Ende genau waren kann ich nicht sagen, mir ist der Überblick verloren gegangen. Jedenfalls haben 141 gezahlt! Unglaublich. Wann habe ich die bitte alle reingelassen?
Mähthräsher leider komplett verpasst, bzw. nur von der Kasse aus gehört. Vor Dean Dirg bin ich dann aber nach vorne gegangen. Da passierte dann die eigentliche Überraschung, und wir gingen von “sehr gut” zu “großartig!” Vom ersten Song an ging es vorne gut ab. Pogo, Stagediving, erhobene Finger, Mitsingen, Party! Normalerweise steht das Publikum in Bonn die erste halbe Stunde mit gekreuzten Armen herum, danach überlegt sich einer “ach ich kann ja mal nen Schritt nach links machen” und bei der Zugabe tanzt vielleicht auch mal jemand. Aber gestern?! Super! Zu den Live-Qualitäten von Dean Dirg muss man ohnehin kein Wort mehr verlieren. Als letzten Song wurde dann noch “Nervous Breakdown” gecovert und besser kann man einen Abend ja gar nicht beenden!
Hinterher waren wirklich alle Glücklich! Die Bands fanden es super, der Laden brummte, die Leute waren fröhlich, es war genug Geld in der Kasse um jeden schön zu entlohnen, der Abbau war auch schnell erledigt und das war von vorne bis hinten die beste Show die ich je auf die Beine gestellt habe! Dank an Mähthräsher und Dean Dirg, Silvie und die Bla-Crew, Immi, Martin, Dennis, Andi, Dirk, Claus fürs Mischen, Frittebud fürs Essen und an alle die mitgerockt haben!





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Ich weiß ja daß in den 80ern alles besser war. Du warst noch Hauptstadt, an der Frontlinie zwischen Ost und West, Menschen kamen zum Demonstrieren hierher und Staatsgäste zum Regieren. Ich kann also verstehen warum Du Dich an diese Vergangenheit gerne erinnert.
Aber: Muss deshalb wirklich jede Woche eine groß beworbene “Depeche Mode Party” stattfinden? Denk mal drüber nach!
Nächsten Samstag veranstalte ich wieder ein Konzert im Bla in Bonn. Niemand geringere als Dean Dirg werden die Bude rocken! Local Support by Mähthräsher!

