Leere Straßen nachts
Nach meinem Scheitern vor zwei Wochen ging ich Donnerstag noch einmal los um es noch einmal mit den Nachtaufnahmen zu versuchen. Um mich nicht wieder von der Radio Talk Show abgelenkt zu werden höre ich sie mir an bevor ich losging. Clever wie ich nun einmal bin. Anschließend machte ich mich in die Stadt auf.
Zunächst fuhr ich nur durch die Gegend. Ich weiß nicht genau wie lange, 30 Minuten – 45 – 1 Stunde? Ein paar Stellen gefielen mir, andere nicht. Jedenfalls fuhr ich viel zu viele Kilometer durch viel zu viele Stadtteile. Ich hatte ja auch nur eine sehr ungenaue Vorgabe: “Leere Straßen, nachts, naß (wenn möglich)” Schließlich dachte ich mir daß es nun genug sei und begab mich daran auch tatsächlich Fotos zu machen. Das ging auch ganz gut. Stativ raus, auf die Mitte der Straße stellen wenn grade kein Auto in Sicht ist, Langzeitbelichtung, wiederholen. Man kommt sich schon etwas merkwürdig vor wenn man nachts mit Mütze, Kapuze, Handschuhen einfach durch die Gegend fährt, anhält, Kram auspackt, Foto, wieder einpacken. Auf der zweiten Tour gelangte ich (teils gewollt teils unfreiwillig) in noch entlegenere Teile von Bonn. Ich hätte noch viele weitere Bilder machen können aber an einem Punkt dachte ich es ist genug und fuhr eigentlich nur noch weiter um des weiter Fahrens willen. Jedenfalls war die Nacht schon so weit fortgeschritten daß mir der Sinn nach Frühstück kam. Das kaufte ich mir schließlich an der Tankstelle am Bonner Verteilerkreis. Irgendwann so gegen 5 Uhr? 2 Croissants, 2 Brötchen. Schließlich ging ich schlafen. Es hat auch Vorteile wenn man Dank seines Nachtjobs so flexibel mit seinem Schlaf umgehen kann.


da hätte ich gern mehr bilder von gesehen!!